Kugelstoß und Speerwurf der Männer wurden ja bereits schon kommentiert, aber auch die anderen Deutschen Meister in den Wurfdisziplinen sollen nicht unerwähnt bleiben.
Insgesamt waren es in Erfurt sehr schwierige äußere Bedingungen, es gab sehr viel starken Regen.

Kugelstoßsiegerin Petra Lammert, ihres Zeichens die Weltjahresbeste in ihrer Disziplin, sprach von Aquaplaning im Ring. Trotzdem kam sie bei ihren lediglich drei absolvierten Versuchen auf sehr ansehnliche 19,30m und 19,28m.
Die Olympiazweite von 2004 – Nadine Kleinert – folgte mit großem Abstand auf Platz 2 (17,90m). Sie absolvierte sogar nur zwei Versuche. Im ersten Durchgang kam sie 17,25m und ließ dann aus. Als Nadine Beckel Kleinert mit 17,42m im dritten Versuch vom zweiten Platz verdrängte, ging sie in Durchgang 4 noch einmal in den Ring und kam auf 17,90m… um auf die folgenden Versuche wieder zu verzichten.

Schwierige Verhältnisse auch beim gestern ausgetragenen Diskuswerfen der Männer. Erst im letzten Durchgang konnte Favorit Robert Harting eine ansehnliche Leistung erzielen (63,79m). Vorher führte er mit 60,62m vor Michael Möllenbeck mit 60,42m.

Im Diskuswerfen der Frauen holte sich Franka Dietzsch ihren 10. nationalen Titel und hatte mit für sie eher mittelmäßigen 62,83m etwa füneinhalb Meter Vorsprung.

Noch klarer die Abstände im Speerwerfen in Abwesenheit der nominellen Nummer 2 – Steffi Nerius. Christina Obergföll, die dieses Jahr bereits Europarekord geworfen hatte, erzielte in starkem Regen sehr gute 66,59m. Es hätte nicht viel gefehlt und ihr Vorsprung hätte runde 10m betragen, eine Welt im Speerwerfen.

Favoritensiege gab es im Hammerwerfen bei Männern und Frauen. Die hochklassigere Leistung brachte dabei allerdings die Dame. Betty Heidler kam auf 74,94m, während Männersieger Markus Esser ebenfalls seiner Favoritenrolle gerecht wurde und mit 78,48m klar vor dem ehemaligen Weltmeister Karsten Kobs (75,61m) siegte.

ET
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