Nachdem wir in den vergangenen Wochen viel über den to-be-strong-Athleten Sven Knebel geschrieben haben, lassen wir ihn nach Ende seiner ersten Wettkampfsaison gerne noch einmal selbst zu Wort kommen.

Es war eine harte Zeit mit vielen Höhen und einigen Tiefen, insgesamt aber – wie Sven wortwörtlich sagt – “die beste Zeit meines Lebens”.
Ich bin persönlich sehr stolz und dankbar, dass ich den ganzen Prozess, beginnend von der Idee einer Wettkampfteilnahme bis hin zum großen Fressen nach den Deutschen Meisterschaften, so nah miterleben durfte und so einen guten Einblick bekam, wie hart doch eine solche Wettkampfvorbereitung ist. Nur ganz wenige Menschen haben den Willen, das so durchzustehen, wie Sven es geschafft hat. Der Lohn war eine klasse Form und – nicht nur für einen Wettkampfneuling – glänzende Ergebnisse.

Aber genug Gelabere meinerseits, lassen wir den Meister persönlich zu Worte kommen:

Das Ganze fing ja bei einem Besuch bei Karsten und Nicole Pfützenreuter in Bochum an. Die beiden haben gemeint ich hätte die Veranlagung dazu, es mal auf die Bühne zu schaffen. Hab mich dann entschlossen das in Angriff zu nehmen ( konnte ja nicht wissen was mich da erwartet ). Während der Vorbereitung, die über 4 Monate ging, gab es Höhen und Tiefen. Eine Zeit lang ging mein Gewicht einfach nicht runter, ich konnte machen was ich wollte. Hab mich da so stark rein gesteigert, dass ich die ganze Sache fast aufgegeben hätte. Hab dann 2 Tage nichts gemacht, mich erholt und vor allem den Kopf freibekommen. Danach ging es wieder abwärts mit dem Fett. Ich habe in der Zeit gelernt wie wichtig die Psyche und der Kopf bei sowas sind. Nach langen Gesprächen mit Karsten und Gerd Conzelmann ( der Chef von dem Studio wo ich trainiere) klappte das Ganze super. Bei mehreren Besuchen in Bochum bei Karsten hab ich mehr über Ernährung, Training und Bodybuilding allgemein erfahren wie in den ganzen Jahren davor. Die Besuche waren die totale Motivation die Wettkampfvorbereitung durchzuziehen ( besonders wenn man neben so Tieren posen darf wie dem Peter Baers ).

Eine Woche vor der Württembergischen Meisterschaft wurde ich dann ganz schön aufgeregt. Hab kaum noch geschlafen, bin jede Nacht mehrmals aufgestanden um meine Form im Spiegel zu betrachten und um zu posen usw… Und natürlich auch wegen dem Hunger. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison Ein Tag davor war Relaxen angesagt. War noch im Studio zu nem Saunabesuch und ne Runde im Solarium. Hab mit dem Gerd noch mal meine From überprüft und was soll ich sagen: Hatte überall Adern und sah so gut aus wie noch nie. Dabei hab ich noch gar nicht richtig mit Laden und Entwässern angefangen. Spätmittags und abends gab es dann ne ordentliche Portion Reis. Am nächsten Morgen aufgewacht und etwas über 79 Kilo auf die Waage bekommen. Lag also alles im Plan. Beim Wettkampf war das Gewicht dann bei 79,5 Kilo, habe davor noch ein bisschen was gegessen. Nach dem Wiegen gleich mal meinen Platz in den Ruheräumen gesucht, paar Reiswaffeln und Muffins gegessen, mich hingelegt und versucht ein bisschen zu entspannen. Dabei noch ein paar Leute kennengelernt die echt alle super in Ordnung waren. Der Umgang der Athleten untereinander war einmalig. Irgendwann ist dann der Gerd gekommen ( hat mich immer super betreut ) und hat gemeint es ist Zeit für die Farbe. Er und seine Frau haben mich dann optimal eingefärbt. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison Haben uns noch Profitips von der Simone Linay ( eine der besten Bodybuilderinen in Deutschland und noch dazu eine ganz arg Nette ) geholt und ab ging es zum Aufpumpen. Davor noch kurz was getrunken, meine Gegener bisschen angeschaut…. wobei ich mir über die gar nicht so den Kopf gemacht habe. Bis zu dem Zeitpunkt als ich dann auf der Bühne stand wusste ich nicht mal, wie viele in meiner Gewichtsklasse überhaupt antreten würden. Bin dann raus und hab einfach alles gegeben, das Ganze ging verdammt schnell. In der Mittagspause waren wir dann ne Kleinigkeit essen. Gerd meinte ich würde auf den 3 oder 2 Platz kommen. Konnte mir das gar nicht vorstellen. Nach dem Essen ging es dann wieder zurück in den Ruheraum, Füße hoch, nen Schluck getrunken und ein bisschen vor mich hingedöst. Zum Finale hin wurde ich nochmal richtig aufgeregt, hat aber alles prima geklappt. Konnte es kaum glauben, dass ich Vize-Meister geworden bin. Der Hammer war aber als ich hörte das ich mit zu der Deutschen dürfte. Wahnsinn!

In Duisburg eine Woche später hatte ich dann den schönsten Wettkampf. Der Anreisetag zu Peter Baers verlief jedoch streßíg ohne Ende. Peter war so nett und hat mir eine Übernachtung am Tag vor dem Wettkampf angeboten. Bin dann Freitagmittag losgefahren. War ja sehr sehr warm, überall Stau und ich hab im Auto ordentlich Brennessel Tee getrunken um mich ein bisschen zu entwässern. Das ganze ist dann ganz schön nervig wenn man mit Schritttempo fährt, der nächste Parkplatz auf der Autobahn ein paar Kilometer weg und die Blase voll ist. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison Bin dann aber doch, nach einer ca. 7 stündigen Fahrt, beim Peter angekommen. Dort hieß es dann Beiine hochlegen, bisschen Reis knappern, noch mal ne Kanne Tee und entspannen. Haben dann ganz relaxt die neue Phil Heath DVD angesehen… HAMMER. Phil ist meiner Meinung nach neben Dennis Wolf im Moment der beste Profi.
Am nächsten Morgen ist dann Armin gekommen ( Mister Bein, hab noch nie solche Beine in ner Figurklasse gesehen ). Haben uns mit Karsten in nem Studio getroffen, noch mal Formcheck und los ging es zur Meisterschaft. Gewicht hab ich geschafft, lief alles noch Plan. Nach dem Wiegen erstmal ne “Kleinigkeit” gefrühstück. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison Als ich auf die Bühne durfte hab ich erstmal gesehen wie viele bekannte Gesichter im Publikum waren. Die Stimmung war fantastisch, Gänsehaut pur. Jeder von uns drei ( Peter, Armin und ich ) wurden wie wahnsinnig von den angereisten Bekannten angefeuert. Als der Moderator noch Nicole gefragt hat, wer Ihrer Meinung nach meine Gewichtsklasse gewinnen sollte, und sie meinen Namen nannte, war ich stolz wie Oskar. Am Ende bin ich wieder Vizemeister geworden. Danach ging es ab zu Mc Donalds zum “Laden”, ha ha ha. War der schönste Tag in meinem Leben, den werde ich niemals vergessen.

Bei der Deutschen lief auch alles bestens. Bin am Freitag angereist und habe im Hotel gleich nen Bekannten dort getroffen. War dann auch mit diesem auf einem Zimmer. Wir sind dann später am Abend alle geschlossen zum Wiegen. Auch hier hat wieder alles geklappt. Danach dann wieder mit Reis geladen. Wurden dann am späten Abend noch von den Betreuern aus dem Bett gejagt um unsere Form zu überprüfen. Mit dickem Reisbauch war das Posen gar nicht so leicht. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison

Dann kam der große Tag. Nach einem kleinen Frühstück ging es Richtung Halle. Haben uns dann gleich ein paar Plätze belegt. Die Räume für die Athleten waren viel zu klein, viele mussten sich nen Platz im Gang suchen. Hab den Peter auch wieder getroffen, der noch besser aussah als bei der NRW. Wurde dann professionel von einer Dame vom Landesverband eingeschmiert. Warmgemacht habe ich mich wieder mit Gerd Conzelmann vom Studio. Ein paar Freunde vom Studio und die Frau vom Chefe sind auch mitgekommen. Hat mich tierisch gefreut!!! Auf der Bühne konnte ich dann allerdings mit dem hohen Niveau nicht ganz mithalten. Die meisten Athleten hatten einfach mehr Masse als ich. Aber egal, war sehr zufrieden mit dem 7 Platz. Nur schade dass ich als Siebter meine Kür nicht zeigen durfte. In der Pause waren wir ( die Jungs und das Mädel vom Studio ) lecker essen. Mann, hat das gut geschmeckt. Hab mir noch die restliche Show angesehen. Das Gastposing von Ronny Rockel war der Hammer….

Abends dann schnell zurück ins Hotel. Gut vollgefressen, kurz geduscht. Dann angezogen und ab ging es zum Bankett. Dann dort “weitergeladen” bis echt gar nichts mehr ging. War dann froh, als ich im Hotel im Bett war. Bin ziemlich schnell eingeschlafen.

Am nächsten Morgen ganz gemütlich ein paar Stunden gefrühstückt. icon wink Sven Knebel: Fazit der ersten Wettkampfsaison War mit Achim Weitz ( Kampfrichter und auch ein super Athlet ) an einem Tisch und hab mich über seine Geschichten köstlich amüsiert. Achim ist echt ein sehr symphatischer Mensch und hat jede Menge Sprüche drauf. Ich hoffe man kann ihn mal wieder auf der Bühne sehen.

Wenn ich selber wieder angreife kann ich nicht sagen. Hoffe aber das vielleicht nächstes Jahr im Herbst wieder was geht.

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, Sven!

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