Reese Hoffa gelang bei den Weltmeisterschaften der Leichtathleten im japanischen Osaka ein Start-Ziel-Sieg. Bereits im ersten Versuch stieß er die Kugel auf 21,81m – eine Weite, die außer ihm dieses Jahr kein Athlet erzielt hatte und auch heute keiner außer Hoffa selber mehr übertraf. Nach 21,64m ließ Hoffa im dritten Durchgang 22,04m folgen, sein erst zweiter Stoß im Freien über 22m, nachdem er vor kurzem seine persönliche Bestleistung auf 22,43m verbessert hatte. Einem ungültigen Versuch folgten noch 21,92m und im letzten Durchgang dann 21,58m. Mit vier seiner Stöße hätte Hoffa die Konkurrenz gewonnen!

Dem neuen Weltmeister von 2007 folgten die Weltmeister der Jahre 2005 und 2003. Titelverteidiger Adam Nelson verbesserte seine Jahresbestweite auf 21,61m und gewann die Silbermedaille, der Weltmeister von 2003, Andrej Mikhnevich aus Weißrussland, stieg wie so oft zu internationalen Meisterschaften wie Phoenix aus der Asche und wurde ebenfalls mit Jahresbestleistung von 21,27m Dritter. Der Qualifikationsbeste und WM-Zweite von 2005 – Rutger Smith aus den Niederlanden – bestätigte zwar seine starke Form mit 21,13m, kam über den undankbaren vierten Platz nicht hinaus.
Hinter Tomasz Majewski (Polen, Bestleistung mit 20,87m) und Miran Vodovnik (Slowenien – Jahresbestweite mit 20,67m) belegte der WM-Dritte von 2005 und Europameister von 2006, Ralf Bartels, den siebten Platz. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren gelang es ihm nicht, sich im Wettkampf an den Leistungen seiner Konkurrenten hochzuziehen und vorher nicht unbedingt erwartete Platzierungen zu erreichen. Im Hinblick auf den bisherigen Saisonverlauf ist diese Leistung zwar nicht wie in den vergangenen Jahren als herausragend, aber auch keinesfalls als enttäuschend einzustufen. Die Trauben (Medaillen) hingen dieses Mal doch sehr hoch.

Morgen folgt das Kugelstoßen der Damen. Sowohl Petra Lammert als auch Nadine Kleinert sind dabei zum Kreis der Medaillenanwärterinnen zu zählen.

ET
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