In den Teilen 1 bis 3 dieser Artikelserie habe ich beschrieben, welche Erfahrungen ich selber mit PITT gemacht habe – zum einen an der eigenen Person, zum anderen bei den Trainierenden im Studio, welche unter meiner Anleitung ihre PITT-Programme durchgezogen haben. Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich viel gelernt habe. Viele Dinge kann man theoretisch noch so durchkauen, man muss sie einfach mal gemacht haben. Dann entscheidet aber wieder das Indiviuum, aus der Betrachtung einer einzelnen Person (meist sich selber) Schlüsse zu ziehen und daraus Gesetzte zu bilden, welche für alle gelten, das klappt meist nicht.

Nun hatte ich aber das seltene Glück, viele Trainierende beobachten zu können und Feedback zu bekommen. Es hat mich auch gefreut, wie viele doch bereit waren, sich die Zeit zu nehmen und ihre Erfahrungen mit PITT hier niederzuschreiben. Wie in Teil 3 geschrieben, es ging mir nicht darum, nur positive Meinungen einzuholen. Ich habe nichts davon, ein Trainingssystem evt zu pushen, nicht finanziell und auch sonst nicht. Wenn ich also PITT lobe und empfehle, dann aus Überzeugung und inzwischen kann ich auch sagen aus Erfahrung!
PITT ist kein Zaubermittel. Mutationen sind mir nicht untergekommen bisher. Wer aber hart arbeitet, intelligent trainiert und auch sonst beispielsweise die Ernährung nicht schleifen lässt, der hat gute Chancen, mit PITT gute Fortschritte zu machen, auch wenn er vorher bei den herkömmlichen Plänen festhing, es nicht mehr voran ging.

Wenn ich übrigens die ganze Zeit von “ihm” spreche, dann muss ich mich eigentlich korrigieren, denn heute hat die erste Frau bei uns angefangen nach PITT zu trainieren. icon smile Meine Erfahrungen mit PITT   Teil 4: Kommentare der Trainierenden War ihr eigener Wunsch!

Hier die Kommentare der PITTER:

Florian (19 Jahre/ 1,98m/ 118kg/ 1,5 Jahre Training):

Also das Training an sich ist mir fast zu kurz habe ich so am Anfang gedacht, aber was ich sonst in 1 1/2 Stunden gemacht habe, mach ich jetzt in 45min und bin viel kaputter als vorher, was man garnicht denkt. Aber diesen Rhytmus den man beim Trainieren hat lässt mich völlig wegschalten, es funktioniert nur noch der Körper, der kopf ist aus und nur auf die Übung konzentriert und die Zeitabstände. Mir gefällts bis jetzt sehr gut auch wenn es hart ist.

Dennis:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Trainingssystem und trainiere bereits meinen zweiten PITT-Plan. Es ist anstrengend und fordert mich bei jeder Trainingseinheit. Mit dem PITT-Trainingssystem habe ich gute Erfolge erzielt und kann es nur jedem weiterempfehlen…

Thomas (42 Jahre/ 1,79m/ 101kg/ Training seit 1985 mit kurzen Pausen):

Einige Übungen sind im PITT-Training ungünstig für mich. Ich komme mit dem Absetzen nicht klar. Bei drückenden Übungen (Brust, Schulter) bekam ich etwa ab der 12. oder 13. Wiederholung Schulterschmerzen (durch das Beginnen mit der positiven Bewegungsphase) und musste den Satz jeweils beenden.

Jan (18 Jahre, 4 Jahre Training, 1,86m, 81kg):

Hi, mein Name ist Jan und ich trainiere seit etwa 4 Jahren im Elan. Nebenbei spiele ich noch bei Basche United Fußball.

In den 4 Jahren im Elan habe ich schon einige Trainingspläne durchlaufen. Einige waren sehr intensiv, die anderen eher weniger. Ich habe mich aber immer mit vollem Herz in das Training rein gehangen.

Momentan bin ich 186cm groß und wiege 81kg. Mein Ziel ist es noch ein wenig Masse aufzubauen.

Seit etwa 10 Wochen trainiere ich mit dem PITT- Trainingsprogramm. Ich finde mit dem PITT bin ich auf dem richtigen Weg Masse aufzubauen. PITT ist ein ziemlich intensives Programm, bei dem man in kurzer Zeit schon an Kraft dazu gewinnt.
Da ich nebenbei noch Fußball spiele und dort mindestens 3mal die Woche auf dem Platz stehe, kommt das PITT- Programm mir ziemlich entgegen, weil man sein Programm in höchstens 45min durchziehen kann. Auch weil man nicht bis an seine vollen Grenzen geht habe ich immer noch genug Ausdauer zum Fußball spielen.

Im Großen und Ganzen kann ich PITT durchaus weiterempfehlen. Probiert es einfach mal selbst aus….

Euch allen noch viel Spaß und Erfolg beim Training.

Jan

Peter (20 Jahre, 3 Jahre Training, 1,98m, 86kg):

Seit nunmehr zwei Monaten trainiere ich nach dem PITT-System. Anfangs war ich – wie sicherlich viele – eher skeptisch, ob diese Methode wirklich mehr Erfolg versprechen würde. Der Vortrag von Peter Baers sowie ein kurzes Gespräch mit Torsten haben mich jedoch überzeugt einen PITT-Einsteigerplan zu erstellen.
Seit dem trainiere ich zwei Mal die Woche mit zwei verschiedenen Workouts. Zunächst dachte ich, dass vier Geräte an einem Tag zu wenig wären, doch 20 Wiederholungen bei der Kniebeuge können ein ganz schön ins Schwitzen bringen…
Auch wenn ich insgesamt nicht wirklich viel Gewicht stemme, drückt es bei den Kniebeugen nach einer gewissen Zeit schon etwas im Rücken. Das Problem löse ich aber durch ein- oder zweimaliges Absetzen während der 20 Wiederholungen.
Alles in allem habe ich schon das Gefühl, dass mehr Wiederholungen als bei einem normalen Trainingsplan den Muskel wirklich erreichen, wenn man erst einmal sein richtiges Gewicht gefunden hat. Hervorzuheben ist meiner Meinung nach die Multi-Presse. Gerade hier habe ich (meinem Gefühl nach) einen größeren Fortschritt gemacht, als zuvor im gleichen Zeitraum.
Insgesamt denke ich, dass PITT eine gute Alternative darstellt, die jeder einmal getestet haben sollte.

Roland (47 Jahre, 10 Jahre Training):

Ich bin 47Jahre und trainiere seit circa 10 Jahre in Studios. Zunächst ohne Trainingspläne, danach mit Trainingsplänen. Seit circa 6 Monaten mit Pitt. Die Veränderungen mit Pitt sind beachtlich, Kraft-und Muskelzuwachs sind deutlich sichtbar geworden. Man muss sich erst einmal an das System und Pausen gewöhnen, was nicht jedem gelingt.

Andreas (33 Jahre, Training seit ca. 5 Jahren, 1,87m, 80kg):

PITT ist gut, macht Spaß, ist nicht zeitintensiv. Habe jeweils 40-50 Minuten im Studio verbracht. Man merkt, dass etwas passiert, gleich von Beginn an. Wenn man es richtig macht, ist es definitiv sehr anstregend!

Michael (37 Jahre, seit 18 Jahren Training, 1,83m, 76kg):

Da ich offen für neue Trainingsanreize (-ansätze) bin, habe ich das PITT-System ausprobiert. Ich bin total begeistert: ein hartes, kurzes und intensives Training. Seitdem trainiere ich nur noch nach PITT – aktuell das dritte Programm. Ich kann es jedem nur empfehlen. Besonders bemerkenswert fand ich, dass ohne separates Arme-Training totzdem die Arme gewachsen sind.

Florian (18 Jahre, Training seit 15 Monaten, 1,86m, 88kg):

PITT gefällt mir bisher gut, v.a. dass ich zwar nur einen Satz pro Übung mache, danach aber schon recht erschöpft bin, ich also nicht 2,5 Stunden oder so trainieren muss.

Lars (35 Jahre, ca. 16 Jahre Trainingserfahrung, 1,92m, 90kg):

Dank des PITT-Trainings habe ich nach ca. 2 Wochen schon eine Leistungssteigerung verspüren können. Ich konnte mehr Gewicht verwenden, wo ich bei anderen Trainingssystemen auf der Stelle getreten bin.

Jan (24 Jahre, 4 Jahre Trainingserfahrung, 1,80m, 78kg):

Es hat viel Spaß gemacht, war aber zu wenig. Ich konnte die Gewichte steigern, war aber nicht ausgelastet. Ich habe nicht zugelegt, aber meine Definition hat sich verbessert.

Sebastian (33 Jahre, 3 Jahre Training, 1,82m, 79kg):

Ich finde das PITT-System klasse, weil ich mich viel besser auf jede einzelne Wiederholung konzentrieren kann. Ich habe “nur” einen einzelnen Satz zu bewältigen! Dadurch denke ich nicht beim ersten Satz schon an die Bewältigung des dritten Satzes wie beim herkömmlichen System.

André (21 Jahre, 1,87m, 82kg, 15 Monate Trainingserfahrung):

Mir bringt das PITT-System Spaß und Fortschritte. Es bringt MIR sehr viel damit zu trainieren, weil man sich dabei gut und ausreichend auspowered, bei den einzelnen Muskelgruppen. Ich kann es nur weiterempfehlen. Großer Dank an Torsten!

Michael (40 Jahre, 3,5 Jahre Training, 1,85m, 97kg):

Ich habe PITT im 3-er-Split trainiert, bei Brust beispielsweise Flachbank, Schrägbank, Butterfly. Ich musste stets essen. icon smile Meine Erfahrungen mit PITT   Teil 4: Kommentare der Trainierenden War ein super Training, habe bei allen Muskelgruppen Kraft gewonnen (Anmerkung ET: Michael hat beispielsweise beginnend mit der positiven Wiederholung von der Flachbank in der Multipresse 20x135kg gedrückt!). Werde PITT immer wieder in mein Training einbauen.

Ingo, 43 Jahr, 30 Jahre Training, deutscher Jugendmeister, Norddeutscher Meister bei den Männern, 11 Jahre lang Wettkämpfer, 1,76m, 98kg:

Ich möchte zuerst aufteilen zwischen Dingen, die mir bei PITT sehr gut gefallen haben und solchen, die ich eher negativ bewerte.

Positiv sind auf jeden Fall die kurzen Trainingszeiten. Der Trainingsansatz ist für mich logisch. Man kann in den Grundübungen sehr hohe Gewichte verwenden.
Positiv bewerte ich auch die Mehrdurchblutung der Muskulatur, welche sich positiv auf den Muskelaufbau auswirkt. Zudem wird durch die hohen Wiederholungszahlen in verschiedenen Bereichen trainiert, nicht nur in dem Bereich der normalerweise dem Muskelaufbau zugeschrieben wird (etwa 6-12 Wdh), auch die Kraftausdauer wird geschult.

Negativ finde ich, dass man in der Übungsauswahl eingeschränkt ist. Für einige – v.a. solche, welche keine HIT-Erfahrung haben – ist das Trainingsvolumen nicht ausreichend, sie fühlen sich nicht ausgereizt. Dies gilt für mich allerdings nicht.

Wichtig: Leute mit mehrjähriger Trainingserfahrung sollten das PITT-Training individuell anpassen. Das Trainingsvolumen kann bei solchen Personen höher sein, nämlich etwa 6-8 Sätze pro Training (nicht pro Muskelgruppe!!!) – meiner Meinung nach!

Meiner Meinung nach ist es durchaus möglich, 20-30% der Sätze im PITT-Hardcore-Stil durchzuführen.

Man darf das Training bzw. die nötige Regeneration nicht unterschätzen – die Regenerationszeiten erhöhen sich (wie auch bei anderen HIT-Systemen). Ich für mich finde es auch wichtig, als Fortgeschrittener den richtigen Split zu finden. Push/ Pull hat bei mir nicht funktioniert.
Beim Beintraining habe ich mich überschätzt, habe zu viele Übungen gemacht (z.B. Frontkniebeuge + Hackenschmidt + Beinstrecken für die Quadrizeps). Eine Woche Pause war zwischen zwei Beintagen dann zu wenig!

Momentan bin ich in meinem 2. PITT-Zyklus, im nächsten Zyklus werde ich dann mal wieder etwas anderes machen, teils um mal wieder etwas Intensität rauszunehmen, teils auch, um einfach einen neuen Reiz zu setzen. Ich werde allerdings immer wieder auf das PITT-Trainingssystem zurückgreifen und kann es jedem nur empfehlen, es einmal ERNSTHAFT auszuprobieren und dem System eine Chance zu geben!

ET: Ich hatte ja noch eine kleine Anekdote versprochen für diesen vierten Teil der Artikelserie… dazu übergebe ich das Wort noch einmal an Ingo… dazu muss man jetzt allerdings noch sagen, dass er bei uns der Stadt gleichbedeutend mit Bodybuilding ist. Muskeln? Ingo fragen! Er hat dauerhaft eine ausgezeichnete Form und seine Arme sind gigantisch, messen ohne Pump etwa 48cm, das ganze mit einer super Form und im Training noch gigantischer… das musste als Hintergrund für diese Geschichte als Erklärung vorgeschoben werden…:

Ingo: Ich habe SZ-Curls stehend im PITT-Style gemacht. Nach dem Satz kam ein schlanker, leicht durchtrainierter, noch sehr junger Mann (höchstens 18) zu mir. Er hatte den nötigen Respekt, mich erst nach dem Satz anzusprechen und meinte: “Das machen Sie nicht ganz richtig (er meinte die Pausen)! Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen das gerne zeigen!” Erst müsse er aber sein eigenes Training fortsetzen. Ich bedankte mich und sagte, ich würde gerne auf sein Angebot zurückkommen.

ET: Wer Ingo einmal gesehen hat, wer Ingo einmal hat trainieren sehen, wer Ingo einmal hat Bizeps trainieren sehen… der wird sich bei dieser Vorstellung vor Lachen kaum mehr auf dem Sitz halten können. Aber egal, Lachen ist gesund, sofern man sich beim Vom-Stuhl-Fallen nicht verletzt…

Ich bedanke mich bei allen, die bereit waren, hier einen Kommentar zum PITT-Training abzugeben. Ihr habt damit nicht nur diesen Beitrag lesenswert gemacht, sondern ward auch Entscheidungshilfe für einige Trainierende, welche sich die Artikel durchgelesen haben und sich nicht waren, ob sie diese komische Trainingstechnik mit den Pausen zwischen den Wiederholungen denn wirklich ausprobieren sollten.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch stellvertretend für einige weitere Sportler ihre Meinungen posten. Es waren noch mehr, die nach PITT trainieren bzw trainiert haben. Bei den meisten war der Kommentar positiv, ich erinnere mich allerdings auch noch an einige Trainierende, welchen PITT nicht gefallen hat. Spontan fallen mir jetzt 3 weitere ein. Wie gesagt, ist nicht schlimm. Schade finde ich es nur, wenn man bereits nach der ersten Einheit abbricht, weil einem das Training zu kurz ist. Das auch mein ernst gemeinter Rat an alle, welche mit dem Gedanken spielen, nach PITT zu trainieren: Probiert es für einen längeren Zeitraum und versucht auch bitte nicht, das Rad neu zu erfinden. Sicherlich ist es für Fortgeschrittene wie Ingo eine Option, gleich mit einem Split anzufangen, die meisten kommen aber definitiv mit dem Grundlagenplan zu Beginn weiter!
Vernachlässigt die Grundübungen nicht! Kniebeuge und Kreuzheben sind der Grundpfeiler des Trainings. Wer PITT lediglich als Intensitätstechnik für Bizepscurls anwendet, der wird von den Vorzügen des Systems nicht viel profitieren können.

Für mich persönlich ist PITT eine sehr durchdachtes System, welches ich mit Sicherheit immer wieder bei Trainierenden anwenden werde. Eine Zauberwaffe für Muskelaufbau ist es nicht… wer auf der Suche nach der Wundertechnik ist, die Muskeln explodieren lässt, der wird diese nicht finden. Weder in PITT, noch in irgendeinem anderen Trainingssystem!

ET
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