Das war ein erfolgreiches Wochenende für unseren Verein bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Hamm. Für Patrick Granzow und mich ging es bereits am Samstag los. Patrick lies sich als offizieller Kampfrichter schulen und half beim Richten des Heavywettkampfes, ich hatte als Bundeshauptkampfrichter die Ehre, eben genau diese Schulung durchzuführen. Patrick schlug sich wacker und ich befürchte, dass er das Regelwerk des DHGV nun fast besser kennt als ich, hehe. Auch beim Wettkampf bewies er ein gutes Auge und kann sich nun offiziell Kampfrichter des DHGV nennen. Gratulation!
Für mich war es ebenfalls etwas Neues, nicht als Aktiver, sondern als verantwortlicher Kampfrichter den Herrenwettkampf zu verfolgen. Hat zwar Spaß gemacht… aber noch lieber wäre ich selber angetreten!

Sonntag ging es dann mit dem eigentlichen Highlight weiter. Die zweiten offiziellen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften standen an. Wir traten mit 2 Teams an, zudem startete unsere Kiki zusammen mit den Mädels aus Nettetal in einem gemischten Team, welches D&G (Deister & Gemeinde Nettetal) genannt wurde.

Das zweite Herrenteam startete mit Bastian Kunnemann, Marc Schlenczek, Erik Theege, Jens Matthiesen und Matthias Wilhelm. Die Jungs zeigten sowohl in den Würfen als auch in den Läufen gute Platzierungen. Einzig beim Hammerwurf wurden wirklich viele Punkte verloren, was allerdings an einer äußerst unglücklichen Wertung in dieser Disziplin lag. Diese war zwar für alle gleich, benachteiligte aber diejenigen, die selten oder noch nie Hammer geworfen hatten. Es wurde gekämpft und gerackert und in manchen Disziplinen wurde ich regelrecht überrascht, beispielsweise beim Fassrollen.
Aufgrund einer Verletzung Kunnes, der am Ende keine Laufdisziplinen mehr absolvieren konnte, ein Gastathlet aus Nettetal (Cedric) eingesetzt, der sich prima schlug. Danke!
Platz 11 unter 15 startenden Männerteams. Damit können die Jungs mehr als zufrieden sein.

Fassrollen… womit wir beim ersten Team wären. Keiner konnte sich später erklären, wo man so viele Sekunden verloren haben konnte. 5 Sekunden hinter dem zweiten Team und noch etwas mehr hinter den insgesamt besten Teams.
Dabei war es bis dahin gut gelaufen. Der Start beim Gewichtshochwwurf verlief noch etwas schleppend, einige wenige Punkte wurden verloren. Danach zeigten die Jungs aber in den meisten Disziplinen klasse Leistungen. Sowohl Steinstoßen, Hammerwurf, Caber Toss als auch Weight for Distance liefen besser, als man es vermuten konnte. Beim Slalom wurde aufgrund der guten Zeit nur ein Versuch absolviert, bei der Fassstaffel war man mit 26,42 Sekunden über 2,5 Sekunden schneller als das zweitschnellste Team! Wow!
Peter Sjoerds, Patrick Granzow, Kilian Theil, Andreas Neuber, Nathan Susnik und Daniel Stolper zeigten einen tollen Wettkampf und kamen auf Platz 3 ein. Nach Platz 5 im letzten Jahr endlich der erhoffte und erwartete Podestplatz. Platz 2 und 1 waren dieses Mal zu weit weg und unter den gegebenen Umständen (sprich den Disziplinen und den Regeln so wie sie bei diesem Wettkampf waren) erreichte man das, was man maximal erreichen konnte. Gratulation an die Dragon Fighters, die ihren Titel verteidigen konnten und die Stoneheads, welche Vizemeister wurden.

Soweit zu den Männern. Aber wir haben ja auch eine Dame am Start gehabt. Nachdem im Vorjahr die Nic Williams den Titel gewonnen hatten, versuchten Kiki und die anderen, diesem äußerst starken Team eben diesen Titel zu entreißen. Kiki zeigte dabei beeindruckende Leistungen, stieß den Stein auf absolute Bestweite und war auch ansonsten mit absolute Leistungsträgerin des Teams. Am Ende dann vielleicht keine Überraschung, aber doch sehr erfreulich: D&G konnten die Nic Williams schlagen und wurden Deutsche Meister! Gratulation nicht nur an Kiki, sondern auch an Claudia Stickelbrock, Michaela “Bambi” Pennekamp, Tamara Heks, Julia Sommerfeld und Jenny Hirsch!

Für uns steht jetzt erst einmal eine kleine Wettkampfpause an. Eins ist aber klar, die Mädels und Jungs sind heiß! Die Stärken sollen beibehalten, die Schwächen abgestellt werden. Ich finde das toll!
Allerdings müssen jetzt erstmal ein paar Wehwehchen auskuriert werden, denn bei den kühlen Wetter gab es so viele (meist leichte) Verletzungen wie noch nie. Aber jetzt ist ja erstmal Zeit zum Ausruhen!

Torsten Hülsemann
Team to-be-strong