Ich muss sagen, hätte ich gewusst, wieviel Stress ich mit der Organisation der Highlandgames haben würde, ich hätte mir das wirklich noch einmal überlegt.

Zum einen ist es schön zu sehen, mit welcher Motivation unsere Teammitglieder an die Sache rangehen. Das fängt bei dem Ideenreichtum an, mit dem Übungsgeräte erstellt werden. Das Basteln von Wurfgewichten, das Besorgen von Hufeisen zum Zielwerfen über ebay oder bei der Ex, der Kauf einer Kugel zum Kugelstoßen oder das Sammeln großer Steine zum Steinstoßen… dabei hört es nicht auf, sowohl meine Jungs hier in Niedersachsen als auch die Gang in Duisburg ziehen ihr Ding konsequent durch.

Eine Freude war beispielsweise das heutige Training. Neben Ole und Olli war auch der Neu-Highlander Thomas (den wir aber der Einfachheit und Gewohnheit halber einfach nur Schachti nennen wollen) zum wiederholten Male mit dabei. Nach dem Kugel-/Steinstoßen habe ich dann abseits ein wenig Diskus geworfen und die Jungs (wohlgemerkt große Jungs zwischen 36 und 42 Jahre alt) haben eigenständig an ihrer Gewichtshoch- und Weitwurftechnik gefeilt. Es war eine Freude mit anzusehen, wenngleich manchmal mehr das Gewicht den Athleten geworfen hat und nicht nur ein Highlander sich am Boden wiederfand, hehe.

Stressig ist es insbesondere aber für mich, die Teams zusammenzustellen. Nachdem wir durch den ersten WK neue Interessenten gewonnen haben ist es unser und insbesondere mein Ziel, dass diese Leute auch die Chance haben, sich im Wettkampf zu beweisen. Welcher organisatorischer Aufwand dahintersteckt, das mag wohl keiner einzuschätzen. Ich kenne wirklich viele Leute, die gut in ein solches Team passen würden. Obwohl viele es richtig geil fanden, was wir da in Kempen gemacht haben, ist es schwer, diese Leute zu überzeugen. Bei den meisten ist es wohl Angst sich zu blamieren und falsche (negative) Selbsteinschätzung.

Es gibt aber positive Ausnahmen, wie beispielsweise Schachti. Er hatte sich den ersten Wettkampf als Zuschauer angeschaut und mischt jetzt ordentlich mit. Freut mich wirklich, wie er sich reinhängt!

Zudem freue ich mich auf einen jungen Athleten, der uns schon bald beehren wird. Lukas Neumayer aus Bayern, 16 Jahre alt, Schützling der Strongmanikone Heinz Ollesch. Hätte er nicht in der Woche nach Xanten wichtige Klausuren in der Schule, er hätte sich wohl auch durch die Distanz nicht abhalten lassen und hätte unser Team verstärkt (verstärkt!!!).
Unglaublich, wie pfiffig Lukas alias Lugge ist. Er übertrifft da sogar noch unsere alten Säcke, was das Erdenken neuer Trainingsgeräte angeht. Lukas Messlatte für Gewicht- und Strohsackhochwurf hat ein eigenes Patent verdient!

Trotz aller Freude über die motivierten Neulinge (zu nennen sei da unter anderem Dennis Freitag, für den wir uns aber noch nen Namen ausdenken müssen, denn schließlich haben wir bereits einen Dennis, nämlich den heitkötterschen) ist das zweite Team noch immer nicht voll, da einige Athleten noch nicht 100%ig zusagen konnten. Ich hoffe, dass sich das morgen klären wird, ansonsten hoffe ich darauf, dass wir eventuell ein Kombiteam mit einem anderen Team bilden können, ich habe da bereits mit dem Organisator der Highlandgames Kontakt aufgenommen. Denn: jeder der Spaß an der Sache hat, der soll mitmachen können. Jeder der unserem Team angehören möchte, egal aus welcher Ecke Deutschlands, der ist eingeladen. Tipps geben wir gerne auch auf Distanz. Mit dem nötigen Ehrgeiz und ein bisschen Pfiffigkeit lässt sich viel erreichen!

Ein bisschen stolz macht mich das Feedback von Lugge, dem ich beispielsweise schon ein bisschen beim Stein-/Kugelstoßen helfen konnte:

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Soweit erstmal von der Highlanderfront!

Euer Highlander-Torsten vom Team to-be-strong