Was für ein Wettkampf! Der Wettkampf begann mit einem Paukenschlag, als die Weißrussin Nadzeya Ostapchuk bereits mit ihrem ersten Versuch die 20m-Marke übertraf und 20,04m erzielte. Nur sie selber stieß in diesem Jahr weiter, noch am Vormittag hatte sie aber große Probleme, überhaupt das Finale zu erreichen. Nur wenige cm entschieden für sie.
Auch die Qualifikationsbeste Valerie Vili aus Neuseeland wusste im ersten Versuch zu überzeugen, sie kam auf 19,89m. Dritte nach der ersten Runde war Petra Lammert, welche auf solide 19,33m kam. Nadine Kleinert war zu diesem Zeitpunkt mit 18,75m Vierte.

In den folgenden vier Runden stieß Vili eine sehr stabile Serie an die 20m-Linie (19,74 – 19,80 – x – 19,95), vermochte es aber nicht, Ostapchuk zu überholen, welcher neben ungültigen Versuchen nur 19,17m gelangen – trotzdem blieb sie natürlich in Führung. Die deutschen Damen tauschten in der Zwischenzeit die Positionen, Nadine Kleinert kam in Runde 2 auf 19,45m und schob sich damit vor Petra Lammert, welcher keine Verbesserung gelang.

In den Runden 4 bis 6 stießen die Athletinnen dann in umgekehrter Reihenfolge des Zwischenstandes nach dem Vorkampf. Die erste bemerkenswerte Leistung im letzten Durchgang gelang der bis dahin Fünftplatzierten Ling Li aus China. Sie erzielte mit 19,38m eine neue persönliche Bestleistung und verdrängte Petra Lammert von Platz 4 auf Platz 5. Lammert hatte unmittelbar darauf die Chance zu kontern und eventuell auch noch die 19,77 von Nadine Kleinert anzugreifen – immerhin erzielte sie bereits 20,04m dieses Jahr – es gelang ihr aber keine weitere Verbesserung.
Nadine Kleinert war die Bronzemedaille nun sicher, aber würde ihr vielleicht sogar noch eine Verbesserung ihrer Platzierung gelingen? Leider nicht, wenngleich die erzielten 19,72m wieder sehr stark waren. Für Nadine Kleinert nach jeweils Silber 1999 und 2001 ihre bereits dritte WM-Medaille.
Valerie Vili hatte nun als letzte die Chance, Ostapchuk zu verdrängen. Was dann aber kam, war ein Knaller. Sie verbesserte sich um 59cm auf grandiose 20,54m und lag damit jetzt einen halben Meter vor Ostapchuk, welche den letzten Versuch noch zur Verfügung hatte.
Die Serie der Weißrussin nach ihrem guten ersten Versuch war schlecht, sollte es ihr da gelingen, sich noch einmal deutlich zu verbessern?
Es gelang ihr, sie kam auf 20,48m, ihre beste Weite in 2007, aber 6cm kürzer als Vili, welche mit ihren 20,54m ihre persönliche Bestleistung um 34cm übertraf und zudem eine neue Weltjahresbestleistung erzielte.

ET
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