Erklärung der Vereine Hallesche Leichtathletik-Freunde (Ausrichter) und Förderverein Brandberge (Veranstalter) zum „Boykott“ der Halleschen Erdgas-Werfertage durch einzelne deutsche Kugelstoßer:

Der Kampf gegen Doping war und ist bei den Halleschen Erdgas-Werfertagen immer ein erstrangiges Anliegen. Er ist zu führen im Rahmen des Regelwerks der internationalen Verbände. Bei den Halleschen Erdgas-Werfertagen werden seit 1991 jährlich 6-10 Dopingkontrollen durchgeführt. Die Darstellung einzelner deutscher Kugelstoßer (Sprecher Peter Sack), mit einem Startverzicht in Halle ein Zeichen im Antidopingkampf setzen zu wollen, ist nicht glaubwürdig, weil dieses „Zeichen“ nicht im Vorfeld der Saison gesetzt wurde, sondern erst, als in Halle ein leistungsstarker Gegner verpflichtet wurde. Die Möglichkeit, eine solche Problematik mit „German meetings“ als Dachorganisation deutscher Sportfeste oder mit dem Leichtathletik-Wurfteam zu diskutieren, wurde ausgelassen. Deshalb ist die Beteuerung, dass man den Halleschen Erdgas-Werfertagen mit dieser Aktion nicht schaden wolle, wenig glaubhaft. Die Veranstaltung hat sich seit jeher als „Familientreffen der Werfer“ einzig in deren Interesse verstanden. Ihre Entwicklung mit einer jährlich zunehmenden Beteiligung deutscher und ausländischer Werfer – auch und besonders im Nachwuchsbereich – wird auch in diesem Jahr eindrucksvoll fortgesetzt.