Damenwettbewerbe

Kugelstoß

Das international hochwertigste Ergebnis im Wurfbereich bei diesen Deutschen Meisterschaften lieferte Nadine Kleinert mit ihrer Siegesweite von 19,67m. Weitere Stöße auf 19,66m und 19,60 belegen Kleinert’s gute Form, in allen sechs Durchgängen stieß sie mehr als 19m. Zweite wurde Christina Schwanitz mit 19,03m vor Denise Hinrichs mit 18,60m. Alle drei Athletinnen haben mehrfach die Olympianorm von 18,35m übertroffen und werden den DLV in Peking vertreten.

Diskuswurf

Ohne Weltmeisterin Franka Dietzsch stand der Kampf um den Meistertitel im Vordergrund. Große Weiten gab es keine. Nadine Müller führte lange Zeit mit ihren im ersten Versuch erzielten 57,43m. Im fünften Durchgang übertraf Sabine Rumpf sie um die Winzigkeit von 7cm und sicherte sich damit den Titel.

Speerwurf

Für die Deutsche Jahresbeste und Titelverteidigerin Christina Obergföll war es wohl ein härteres Stück Arbeit als erwartet, den Kampf um den nationalen Titel gegen Steffi Nerius zu gewinnen.
Nerius erzielte 61,91m im zweiten Durchgang, Obergföll kam ihr im dritten Durchgang mit 61,80m sehr nah, brauchte aber bis zum sechsten und letzten Versuch, um die Führung doch noch zu übernehmen und wieder Deutsche Meisterin zu werden.

Hammerwurf

Die Weltmeisterin und Favoritin Betty Heidler gewann zwar den Wettkampf mit 68,64m und deutlichem Abstand vor Andrea Bunjes (64,00m), mit ihrer Weite – fast acht Meter unter ihrer persönlichen Bestleistung – konnte sie aber nicht zufrieden sein.
Mitfavoritin Kathrin Klaas beendete den Wettbewerb nach drei ungültigen Versuchen bereits nach dem Vorkampf.

Männerwettbewerbe

Kugelstoß

Ein kurioser Wettkampf war der Kugelstoß der Herren. Im ersten Durchgang wurde der Wettbewerb im Stadion aufgrund der schlechten Verhältnisse im Ring abgebrochen und etwa 2 Stunden später auf einer Nebenanlage neu gestartet. Die Bedingungen dort waren deutlich besser, drei der 14 gestarteten Athleten stellten neue persönliche Bestleistungen auf.
Europameister Ralf Bartels war nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht als Favorit in den Wettbewerb gegangen, er gewann jedoch mit neuer Jahresbestleistung 20,60m und einer stabilen Serie. Auch seine nächstbesten Versuche von 20,47m und 20,46m hätten zum Sieg vor dem Deutschen Jahresbesten Peter Sack (20,41m) ausgereicht.
Sven-Eric Hahn lag vor seinem letzten Stoß mit 18,57 auf dem sechsten Rang, nur knapp war er als Achter überhaupt in den Endkampf gerutscht. Nach neuer persönlicher Bestleistung von 19,55m konnte er sich dann aber plötzlich sogar über die Bronzemedaille freuen. Vierter wurde Andy Dittmar mit 18,96m, der seinen Formanstieg der vergangenen Wochen leider nicht wie von ihm selbst erwartet fortsetzen konnte.
Enttäuscht war sicher der Siebtplatzierte Marco Schmidt (18,55m). Er hatte in dem abgebrochenen ersten Versuch des Wettkampfes 19,47m erzielt, konnte diese Leistung auf der Außenanlage aber nicht noch einmal abrufen.

Diskuswurf

Der Diskuswettbewerb war eine klare Angelegenheit für Vizeweltmeister Robert Harting. Er gewann mit guten 66,26m. Altmeister Michael Möllenbeck verfehlte zum wiederholten Male die Olymipanorm von 64,50m und wurde mit 62,98m Zweiter vor Sascha Hördt (59,66m) und Martin Wierig (59,48m).

Speerwurf

Es sollte ein Kampf um die Olympiatickets werden. Vier Athleten hatten die Norm bereits einmal gepackt, unter ihnen auch Stephan Steding, der sie als einziger sogar zweimal erfüllt hatte. Wer würde sich durchsetzen können?
Starker Regen machte es den Athleten schwer, aus schnellem Anlauf abzubremsen und die Energie auf den Speer zu übertragen. Am Ende gewann Tino Häber (er ist ohne Normerfüllung) mit 80,15m vor Peter Esenwein mit 77,22m.
Stephan Steding verpasste mit 69,84m den Endkampf der besten acht und wurde abgeschlagen Elfter. Da er aber als Einziger bereits zweimal die Norm erfüllte, wird er aller Voraussicht nach als einziger Deutscher in Peking starten.

Hammerwurf

Ohne deutsche Beteiligung wird das Hammerwerfen in Peking stattfinden, zumindest wenn die Nominierungskriterien streng angewendet werden. Der deutsche Meister Markus Esser verfehlte mit 76,75m die Norm (78,50m) erneut deutlich. Zweiter wurde Jens Rautenkranz mit 73,22m.

ET
to-be-strong.de