Wie im Blog schon angekündigt, werden bei den Halleschen Erdgas-Werfertagen der letztjährige Freiluft-Europameister Ralf Bartels sowie der diesjährige Halleneuropameister Mikulas Konopka (Slowakei) aufeinandertreffen.

Die Verpflichtung von Konopkas nehmen andere deutsche Kugelstoßer (Peter Sack, Andy Dittmar, Detlef Bock – derzeit Nummer 2 bis 4 in Deutschland hinter Ralf Bartels) zum Anlass, gegen die Verpflichtung bereits des Dopings überführter Athleten bei Sportfesten in Deutschland zu protestieren. Konopka wurde 2002 bei den Halleneuropameisterschaften – nachdem er zuerst Bronze mit neuer persönlicher Bestweite von 20,87m gewonnen hatte – positiv auf Stanozolol getestet und für 2 Jahre gesperrt. Seine Freiluft-Bestleistung steht bei 20,66m (2001), in der Hallensaison 2007 erzielte er zur Überraschung aller Fachleute 21,57m und gewann damit die Goldmedallie bei den Hallen-Europameisterschaften.

Peter Sack gibt dazu im Tagebuch auf der Seite www.diesaecke.de folgende Erklärung ab:

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Der langjährige Veranstaltungschef der Halleschen Werfertage Rainer Ritschel wird auf leichtathletik.de so zitiert, dass die boykottierenden Athleten nicht so leistungsstark seien, dass man ihnen nachweinen müsse. Zudem sei Andy Dittmar ohnehin verletzt und Detlef Bock würde zeitgleich in Spanien einen Wettkampf bestreiten, so dass der Boykott wiederum vor allem auf Peter Sack – Deutschlands derzeitiger Nummer 2 hinter Ralf Bartels – zurückfällt.
Ob man diesen allerdings als “nicht so leistungsstark” bezeichnen sollte, ist sicher fragwürdig, schließlich weist er eine persönliche Bestleistung von 20,83m auf und ist immer für Weiten jenseits der 20m gut. Dies muss Konopka erst einmal erreichen, der sich in der Freiluftsaison bisher noch nicht gerade durch großartige Ergebnisse hervortat (siehe auch hier im Blog: 18,53m in Dakar).

Ralf Bartels, seines Zeichens amtierender Europameister, trägt den Boykott nicht mit, er sieht diesen als den falschen Weg.

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