Egal wie die weitere Saison verlaufen mag, für unseren neu gegründeten Verein, dessen Highlandgames-Historie bis ins Jahr 2007 zurückreicht, ist es die erfolgreichste Saison, die wir bisher hatten.
Die Saison begann für Daniel Stolper und mich Ostern in Wien. Wir besuchten die dortigen Highlander um Robert Katzenbeisser und Martin Schiller und starteten mit einem Einzelwettkampf in die Saison. In einem starken Feld mit 2 WM-Teilnehmern und uns teils unbekannten Disziplinen erreichten wir die Plätze 5 (ich) und 7 (Daniel). Für uns beide ein tolles Erlebnis. Wiener Schnitzel forever!

2 Wochen darauf dann der eigentliche Saisonstart in Kempen und wir mit 14 Mannschafts- und 2 Einzelstartern dabei. Unser fünfter Start in Kempen, bisher reichte es immer zu Platzierungen zwischen 6 und 2 (im vergangenen Jahr). Doch dieses Jahr traten wir so stark an wie noch nie und hatten am Ende einen deutlichen Sieg heraus gekämpft. Bei diesem historischen Sieg (unserem erst zweiten nach den Highlandgames in Xanten 2007) dabei: Peter Sjoerds, Patrick Granzow, Daniel Stolper, Kilian Theil, Erik Hanff und Torsten Hülsemann. Es passte einfach alles, wir hatten uns gut vorbereitet und im Wettkampf keine Schwäche gezeigt. Der Fluch der ewigen Zweiten/ Dritten war damit erst einmal gebrochen. Was aber im Hinblick auf kommende Wettkämpfe auch äußerst erfreulich war: das zweite Team um Bastian Kunnemann, Marc Schlenczek, Andreas Neuber, Erik Theege, Norman Böckler und Nathan Susnik zeigte einen starken Wettkampf und belegte Platz 7 unter 16 teilnehmenden Herrenteams, ebenfalls ohne große Schwächen und mit mehreren Athleten, die das Potential zeigten, auch im ersten Team mitspielen zu können.

Wer aber denkt, wir seien ein lustiger Männerverein, der in der Freizeit gerne schottische Traditionskleidung trägt, der irrt gewaltig. In Kempen mischten auch unsere Damen mit. Kirstin Wagner und Dominica Martschei starteten zusammen mit einigen Mädels der Stoneflowers aus Nettetal und gewannen den Wettkampf deutlich vor dem zweiten Damenteam aus Kempen. Auch wenn wir uns super mit den Nettetalern verstehen, vielleicht klappt es ja irgendwann mal mit einem reinen Damenteam? Die Zeit wird es zeigen, drei aktive Athletinnen haben wir derzeit auf jeden Fall…

Am zweiten Tag traten Kiki und ich dann noch im Einzel an und belegten beide den zweiten Platz. Kiki gewann das Steinstoßen, ich sowohl Steinstoßen als auch den Caber Toss (zusammen mit Bernd Wolf). Während Kiki sich nur der amtierenden deutschen Meisterin Michaela Pennekamp geschlagen geben musste, gewann in meiner Konkurrenz der junge Deutschgrieche Aristidis Parkosidis. Ich verschenkte den möglichen Sieg bereits in der ersten Disziplin, dem Hammerwurf. Diesen vergurkte ich total, wurde Letzter und rannte dem hier erlangten Punkterückstand den ganzen Wettkampf hinterher. Trotzdem waren sowohl Kiki als auch ich mit unserem Abschneiden sehr zufrieden.

Eine Woche später fuhr ich dann alleine nach Prießnitz zu den dortigen Games. Ein klein bisschen sollte mein Start dort auch ein „Geschenk“ (sofern man mich als Geschenk bezeichnen kann *g*) bei meinem Vorstandskollegen aus dem DHGV – Martin Kuhne – sein, der den dortigen Wettkampf organisierte. Gehandicapt war ich durch eine Verletzung an der rechten Hand…. Aber man will ja kein Weichei sein. Überraschenderweise gewann ich neben dem Steinstoßen hier auch das Weight for Distance, hatte aber dieses Mal Pech. Das Hochwurfgewicht brach und wir mussten mit einem noch schwereren werfen. Nachdem ich jetzt endlich herausbekommen habe, wie das 19er-Gewicht zu handeln ist, hatte ich mit dem 25er ohne Übung große Probleme und schlug mich unter Wert. Am Ende sprang hinter Martin Kuhne und Christian Roggisch aus Fürstenwalde der dritte Platz raus. Alles in allem aber ein toller kleiner Wettkampf in Prießnitz, den ich jedem nur empfehlen kann.

Am letzten Maiwochenende dann aber wieder mehrere Athleten am Start. Samstag ging es los mit den Heavies. Unser holländischer Import Peter Sjoerds, der im Einzel für den Clan Ironforge startet, trat bei den A-Heavies an und wurde in einem unglaublich stark besetzten internationalen Feld (am Start u.a. auch der Weltmeister von 2010 – Larry Brock aus den USA) Zehnter unter 20 Athleten. Tolle Leistung!
Bei den B-Heavies trat neben mir erstmals auch Patrick Granzow an, der nur kurz vorher seine Quali dafür abgelegt hatte. In einem Feld von 13 Athleten wurde er Zwölfter, haderte aber mit einem nicht zufriedenstellenden Hochwurf. Mir gelang kein einziger Disziplinsieg in diesem starken Feld, nicht mal im Steinstoßen. Da ich aber gut durch alle Disziplinen kam und mehrere Bestleistungen erzielte, sprang für mich das erste Mal bei einem Einzelwettkampf der Sieg heraus, sogar mit recht komfortablem Vorsprung.
Am Tag darauf dann der Mannschaftswettkampf. Im ersten Team Peter Sjoerds, Nathan Susnik, Andreas Neuber, Patrick Granzow, Kilian Theil und Daniel Stolper. Wie bereits angekündigt, zwei der starken Athleten aus der zweiten Mannschaft von Kempen diesmal im ersten Team… und wieder war die Mannschaft mit gutem Vorsprung siegreich! Auf dem zweiten Platz der Clan Dragon Fighters, die Deutschen Meister von 2010, die damit bereits die zweite Saisonniederlage einstecken mussten. Eine zweite Mannschaft kam leider aufgrund der äußerst kurzfristigen Absage eines Sportlers nicht zustande. Jens Matthiesen gab jedoch trotzdem sein Debut, er startete bei den Los Pajeros mit.

Diesen Samstag stehen die Highlanmdgames in Xanten an, ein Mannschaftswettkampf. Die Mannschaft ist dieses Mal nicht ganz so stark besetzt wie bei den ersten beiden Wettkämpfen, möchte aber definitiv wieder gut abschneiden und ihr Bestes geben. Am 3.7. finden dann die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Hamm statt, für die Mannschaftsstarter der Jahreshöhepunkt. Ich selber habe aufgrund der Handverletzung die eigentlich geplanten Wettkämpfe in Oßweil und Fürstenwalde ausgelassen und warte ab, bis es wieder besser geht. Nach Hamm werden dann wohl auch Peter und Patrick vermehrt Einzelwettkämpfe machen, ebenso unsere Amazone Kiki.

Auch wenn es momentan im Verein leistungsmäßig absolut top läuft, wir sind weiterhin auf der Suche nach weiteren Interessierten, die Lust haben, mit uns Highlandgames zu bestreiten. Männlein – Weiblein, groß – klein, dick – dünn, jung – alt… bei uns ist jeder herzlich willkommen. Schau doch einfach mal beim Training vorbei…

Torsten – Highlander vom Deister/ Team „to-be-strong“