Das höre ich oftmals, wenn ich mit Bekannten spreche und frage, ob sie nicht auch an Highlandgames teilnehmen möchten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Leute, die von der Idee begeistert sind, das Video gesehen haben und denen es eigentlich in den Fingern juckt, die sich aber doch nicht trauen und glauben sie seien nicht stark genug dafür. Diejenigen die keine Lust haben, die wählen in der Regel eine andere Ausrede: “Nein, ich zieh doch keinen Kilt an!” Hehe.

Ich sage nur: Unsinn!!!

Vielleicht geht der eine oder andere hier von falschen Annahmen aus. An den Teamwettbewerben der Highlandgames nehmen keine Profiteams teil, bei denen jeder Athlet sich intensiv über viele Monate auf die Wettbewerbe vorbereitet, wo jeder aussieht wie der Weltrekordhalter im Zehnkampf – Roman Sebrle. Viele haben sicher die meisten Geräte vor dem ersten Wettkampf noch nie in der Hand gehabt!

So unvorbereitet gehen wir natürlich nicht an die Sache heran. Wir trainieren die Übungen, für welche wir die passenden Geräte haben, wir legen uns weiteres Material zu. Jetzt nach dem ersten Wettkampf wissen wir ja, worauf es ankommt.

Blamieren wird sich hier keiner… es sei denn ihm platzt wie dem Kollegen aus einem anderen Team beim Steinheben der Kilt und er trägt einen lilafarbenen Stringtanga drunter. Haha.
Wir gehen mit großer Motivation an die Sache, aber gerade im zweiten Team, für das wird Mitstreiter suchen, soll erstmal die Möglichkeit gegeben werden, in die Materie hinein zu schnuppern. Dabei ist sicher eine ordentliche Platzierung drin und jeder Teilnehmer wird alles dafür geben, aber der Spaß an der Sache steht doch immer noch im Vordergrund.

Vielleicht glaubt der eine oder andere auch, man müsse mindestens so groß und schwer sein wie ich? Unter 100kg geht da gar nix?
Auch das ist Unfug. Sicherlich kommt es bei den Übungen auch auf eine gute Grund- und Schnellkraft an, aber da spielen eine Menge anderer Faktoren ebenfalls mit: Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer, Geschicklichkeit… Es wird der All-Around-Athlet gesucht.
Schwächen hat dabei jeder irgendwo. Daniel beispielsweise ist mit seinen 1,69m wahrlich kein Riese, trotzdem hat er sich bei seinen Einsätzen sehr gut geschlagen. Die Laufdisziplinen haben unserem Team, welches vermutlich das schwerste der ganzen Veranstaltung war, insgesamt sehr zugesetzt. Aufgegeben hat trotzdem keiner. Um jeden Meter wurde gekämpft, um jeden einzelnen Punkt.

Also Jungs, traut euch. Wir sprechen wirklich niemanden an, der nicht den Eindruck macht, sich ordentlich verkaufen zu können. Wer echtes Interesse hat und vor dem Wettkampf auch das eine oder andere Mal auf den Sportplatz mitkommt, der wird viel Spaß an der Geschichte haben und etwas mitmachen, an das er sich ewig zurückerinnern wird.

Apropos… damit auch dieses Gerücht ein für allemal aus der Welt geschafft wird: die meisten Frauen finden einen durchtrainierten Männerkörper im Kilt sehr sexy! Hehe!

Torsten Hülsemann
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