Damit jeder weiß worüber ich spreche, hier die Ergebnisse: LINK.

Die Saison neigt sich dem Ende und wir wollten mit unserem Wettkampf in Großgoltern für unsere Athleten noch ein Highlight setzen. Neben den Heavy Events für Männer und Frauen wurde auch ein Einzelwettkampf für Mannschaftsstarter angeboten. Diese Art von Wettkampf war unsere eigene Idee und im Nachhinein betrachtet eine sehr gute. Die Sportler, die ansonsten nur in den Mannschaften antreten, sammelten ausnahmsweise mal jeder für sich Punkte und liefen dabei zur Höchstform auf. 6 Disziplinen standen auf dem Plan und am Ende war es so knapp, dass die führenden Athleten sich keinesfalls sicher waren, wer da gewonnen hatte. Am Ende war es Erik Hanff – mit 34 Punkten sammelte er einen halben Punkt mehr als Kilian Theil. Erik gewann den Hochwurf und das Steinstoßen, Kilian war Bester im Weitwurf und erwartungsgemäß beim Timber Walk. Mit 27 Punkten folgte Matthias Wilhelm, der stärkster Athlet beim Strohsackhochwurf war. Erik Theege als Sieger des Hufeisenwerfens konnte knapp den vierten Platz mit 22 Punkten und einem Punkt Vorsprung vor Sören Becker behaupten. Sören ist mit seinen 204cm der größte Athlet unseres Vereins und mit gerade 19 Jahren und 3 Tagen der jüngste Teilnehmer. Ein Mann der Zukunft, der hier sein Debut im Kilt gab, nachdem er letzte Woche bereits beim LKW-Schieben glänzte!
Ganz knapp ging es um Platz 6 zu. Norman Böckler sammelte mit 15,5 Punkten einen halben Punkt mehr als unser Platzvogt Thomas Schacht.

Bei den Damen ging mit unserer Kirstin Wagner eine superstarke Athletin an den Start, die einen glatten Sweep hinlegte, also alle Disziplinen gewann. Unser Gast aus Kempen am Niederrhein – Claudia Stickelbrock – belegte in jeder Disziplin Platz 2 vor Dominica Martschei, die nach ihrer Blinddarm-OP ohne Training einfach so teilnahm, dafür aber gute Leistungen erzielte, mit denen sie sich nicht zu verstecken brauchte. Trotzdem, das war eine Wertung, die Kampfrichtern gefällt. icon wink Bericht zu den Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Großgoltern

Bei den Herren ging es knapper zur Sache. Als ob ich nicht mit A-Heavy Peter Sjoerds und den nachkommenden jungen Athleten Daniel Stolper und Patrick Granzow schon genug Konkurrenz hätte, mussten mit Mirko Weinmann aus Hamm und Jürgen Stickelbrock aus Kempen am Niederrhein auch noch 2 verdammt starke Athleten zusagen. Jürgen übrigens auch als Mitglied unseres Vereins. Aufgrund dieser Konstellation war es keinesfalls klar, wer es aufs Treppchen schaffen sollte und wer nicht.
Die hohe Leistungsdichte zeigte sich beim Steinstoßen. Ich bezweifel ganz stark, dass es in Deutschland schon viele Starterfelder gab, bei denen man mit 10,97m – immerhin nur 3cm unter der A-Heavy-Norm – Sechster und damit letzter in der Disziplin geworden wäre. Ich konnte mir hier mit 13,02m den erwarteten Disziplinsieg holen. Nicht erwartet worden war allerdings, dass Daniel hier mit 12,75m verdammt nah kam und den stärker eingeschätzten Peter hinter sich lassen konnte.

Beim Weight for Distance kämpften die meisten Athleten doch arg mit dem Gewicht. Mir gelang hier der zweite Disziplinsieg, diesmal vor dem erstmals auftrumpfenden Jürgen und dem etwas unter Wert geschlagenen Mirko.

In der dritten Disziplin war dann auch Peter erstmals zufrieden. Mit drei Würfen zwischen 24,52m und 24,35m ließ er keinen Zweifel aufkommen, wer hier die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen würde. Auch Mirko stieß hier erstmals ganz nach vorne rein, seine 23,03m im letzten Durchgang bedeuteten ebenso Bestleistung wie meine 22,26m.

Beim Weight for Height war es dann keine so klare Sache, wie alle im Vorfeld erwartetet hatten, erzielte Mirko Weinmann vor zwei Wochen in Süchtel doch mehr als 5m. Die Athleten reihten sich hier in 20cm-Schritten aneinander. Bei jeder Höhe schied einer aus. Patrick Granzow erzielte 3,80, Peter war leider schon 4m am Ende des Lateins, Daniel schlug sich mit 4,20 wieder einmal hervorragend, meine 4,40 waren zwar nicht schlecht, aber da war mehr drin. Fast hätte Jürgen den starken Mirko noch geärgert, am Ende gewann letzterer aber dann mit 4,80 zu 4,60.

Der Caber sollte über die Pokale entscheiden. Ich ging mit einem deutlichen Vorsprung von vier Punkten in diese Disziplin, hätte sie schon ganz böse versieben müssen. Einen Baum muss man aber auch erstmal aufnehmen und drehen, wie man erst zuletzt beim Wettkampf in Süchteln sah, wo der eigentliche Favorit Sebastian Hölters mir den Gesamtsieg quasi schenkte. Knapp ging es zu zwischen Jürgen, Mirko und Peter, sie lagen innerhalb eines Punktes (was zu diesem Zeitpunkt so ganz genau aber keiner wusste). Ich drehte den Baum als erster, er fiel aber nicht sehr gerade. Peter gelang eine ähnliche Wertung, Jürgen drehte ihn hingegen auf 12 Uhr. Mirko brachte den Baum wieder Erwarten nicht zum Überschlag, wodurch die Entscheidung gefallen war. Ich gewann vor Jürgen, Mirko, Peter, Daniel und Patrick.

Ein herzlicher Dank gilt unseren Helfern, insbesondere unseren beiden Kampfrichtern aus Gronau – Saskia und Ralf – sowie Sörens Freundin Anna, die im Verpflegungszelt tatkräftig anpackte und damit ebenfalls zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitrug. So wie es scheint, hat es allen Athleten viel Spaß gemacht und wir planen eine neue Auflage für 2012!

Torsten
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