Mit 2 Mannschaften auf zu den Highlandgames nach Süchteln!? Hmmm…

11 Athleten sollten es sein, die zusammen zu den Highlandgames in Süchteln fahren wollten… Der erste Ausfall dann leider schon am Freitag. Erik Hanff, fürs erste Team fest eingeplant, war leider krank. Kann man leider nicht ändern und krank will ich auch niemanden übers Feld rennen sehen….

Da Patrick schon vor Ort weilte und Thomas Selke direkt fahren wollte, hätten wir dann ja immerhin noch 7 Mann am Treffpunkt sein müssen… aber nur fünf waren da. 2 erschienen nicht, waren telefonisch nicht zu erreichen und meldeten sich auch nicht. Das zweite Team war also nicht existent. Erik Theege zog freiwillig zurück (danke dafür, dass wir nicht losen mussten!), Thomas wurde informiert, dass er nicht mitkommen müsse (er hatte im Vorfeld schon gefragt, weil er privat noch anderweitig vergeben gewesen wäre, aber um das Team nicht zerbrechen zu lassen wäre er mit gekommen).

Nun waren wir also noch sechs. Daniel Stolper, Norman Böckler, Kilian Theil, Nathan Susnik, Patrick Granzow und ich. Ein gutes Team mit Aussicht auf einen Top-3-Platz.

Beim Wettkampf lief es dann auch eigentlich durchweg gut. Wir hatten keine groben Ausfälle (so ein Nuller mit 3 ungültigen Versuchen schlägt ganz schön rein), kämpften um jeden Punkt. Das Team harmonierte gut, belegte in den Läufen jeweils den zweiten (Baumstammslalom und Stammziehen) bzw ersten Platz (Huckepacklauf) und auch ansonsten schlugen wir uns wacker. Punkte verloren haben wir wiederum beim Strohsackhochwurf, an dem wir zwar intensiv arbeiten, wo wir aber noch durchaus Verbesserungspotential haben. So verloren wir hier beispielsweise 10 Punkte auf die Stoneheads.
Eine weitere Schwäche ist das Tauziehen, aber das ist mit einem so leichten Team wie wir es im Durchschnitt sind auch verdammt schwer. Die Würfe klappten durchweg gut ansonsten, das Hufeisenwerfen auch und – Achtung, Achtung – Nathan, Daniel, Patrick, Norman und Kilian waren das einzige Team, welche allesamt den schwersten Stone of Manhood (105) heben und aufs Podest legen konnten! Hut ab!

Am Ende fehlten nur 13 Punkte zu den Stoneheads, welche aber ebenfalls einen bombenstarken Wettkampf ablieferten und halt in einigen Punkten einfach noch stärker sind als wir! Auf Platz drei folgten die Landlords Northrine, ein richtig starkes Team, welches von Wettkampf zu Wettkampf dazulernt und das Potential hat, zukünftig ganz vorne mit zu mischen!

Sonntag stand dann der Einzelwettkampf an. Drei Favoriten gab es im 7 Mann starken Feld. Zum einen Sebastian Hölters, ein A-Heavy erster Klasse, der aber zuletzt lange nichts gemacht hat. Sebastian kommt aus Süchteln, sein Vater Jürgen organisierte den Wettkampf mit, sein Konterfei war auf den Plakaten zu sehen. Mirko Weinmann ist ein bärenstarker Athlet von den Hammer Highlandern, der aus den Mannschaftswettbewerben kommt und hier seinen zweiten Heavy-Wettkampf bestreiten sollte. Na ja, und dann war da ja noch ich.

Wie schon vergangene Woche in Belgien: der Sonntag begann mit Regen! Die Damen begannen, die Masters folgten, wir stiegen – da Sebastian Hölters erst noch arbeiten musste – erst um 14 Uhr ein. Das war gut so, denn dann war es ziemlich trocken und wir wurden nicht behindert.

Beim Steinstoßen gewann ich mit 13,55m vor Sebastian, Tommy Weinhold und Mirko. Letzterer warf dann mit dem 19kg-Gewicht gigantische 5,10m, ich wurde mit 4,50m Zweiter vor dem höhengleichen Sebastian.
So überlegen wie Mirko beim Weight for Height war Sebastian dann beim Weight for Distance. Er gewann mit 18,05m. Ich konnte mich im letzten Versuch mit 16,50 noch ganz knapp an Mirko (16,41) vorbeischieben.
Ähnlich beim Hammer (10kg). Vor meinem dritten Versuch lag ich hinter Sebastian und den weitengleichen Tommy und Mirko (20,89) auf Platz vier, konnte mit 21,37 aber noch den zweiten Platz erkämpfen.
Beim Caber war wiederum Mirko der Stärkste (im wahrsten Sinne des Wortes), er drehte den sehr schweren Baum am weitesten. Sebastian und ich waren gradgleich, ich hatte jedoch den besseren zweitbesten Versuch.
Diese ganzen im letzten Versuch gewonnen Punkte führten für mich am Ende dann zu folgendem Ergebnis:

1. Torsten Hülsemann 31 Punkte
2. Sebastian Hölters 30 Punkte
3. Mirko Weinmann 27 Punkte

Vielleicht ist der Sieg hier noch etwas höher einzuschätzen als der im Mai im Kamen, da stärkere Konkurrenz (und ich musste deutlich stärkere Leistungen zeigen).

Auch Patrick war am Sonntag übrigens auf dem Platz und machte einen ganz tollen Job als Kampfrichter!

In zwei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Machern werde ich dann das erste Mal in einem richtig starken A-Heavy-Feld am Start sein. Dort geht es dann darum, Punkt für Punkt zu sammeln um vielleicht den einen oder anderen hinter mir zu lassen… Im Endeffekt wird es aber eine Abreibe geben, ähnlich wie letzte Woche in Belgien! icon smile Bericht über unsere Team  und Einzelwettkämpfe am 3. und 4.9.2011 in Süchteln

Torsten
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