Wie bereits gestern kurz angekündigt, konnte das Team “to-be-strong” gestern den Wettkampf der Highlandgames in Xanten gewinnen. Das Team trat dabei in derselben Besetzung an wie vor 7 Wochen bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Kempen:

Tim Heitkötter
Dennis Heitkötter
Oliver Kruse
Ole Marhencke
Torsten Hülsemann
Daniel Ratka

Wir begannen mit dem Gewichtsweitwurf. Tim, Dennis, Oliver und ich erreichten die maximale Punktzahl (10) und übertrafen die dazu erforderliche Weite im ersten Versuch deutlich. Ole kam auf 8 Punkte. Dies war eine deutliche Verbesserung der Teamleistung gegenüber Kempen.

Es folgte der Strohsackhochwurf. Hier lief es nicht ganz so gut. In Kempen hatten Tim und ich noch jeweils die höchste Höhe übertroffen und dafür 10 Punkte geholt, diesmal holten wir beide – ebenso wie Oliver und Dennis – 8 Punkte. Ole erhielt 6 Punkte.

Baumstammziehen – dies ist wohl die Hassdisziplin fast aller Teilnehmer an den Wettkämpfen. 1 Minute lang zwei etwa 40kg schwere Baumstämme um einen Parcour ziehen, jede Runde bringt Punkte. Hier lief es für uns nicht ganz so gut wie in Kempen. Insbesondere ich war mit meinem Ergebnis nicht zufrieden. Tim und Dennis kamen auf 7 Runden, Ole und ich auf 6, Olli auf 5.

Volle Punktzahl dann beim Baumstammüberschlag. Alle fünf Athleten brachten den Baumstamm auf 12 Uhr zum Überschlag, das macht 50 Punkte.

Es folgte der Baumstammslalom, in Kempen eine unserer schwächsten Disziplinen. Im ersten Durchgang kamen wir auf 51 Sekunden. Wie wir erfuhren, lagen die Stondeheads (immerhin die Schnellsten in Kempen) bei 55 Sekunden, das Team von Mc Bricht hatte 50 Sekunden erzielt. Nur eine Sekunde schneller als wir, also entschlossen wir uns, einen zweiten Versuch zu wagen. Und es lohnte sich: 48 Sekunden!!!
Eine klasse Zeit, welche später allerdings noch von den Jungs aus unserem “Nachwuchsteam” “to-be-stronger” übertroffen wurde: 45 Sekunden.

Beim Gewichtshochwurf kamen wir alle auf 8 Punkte und ehrlich gesagt hatte keiner von uns die Chance auf die maximale Punktzahl. Hier besteht Übungsbedarf, wenngleich unsere 40 Punkte ein äußerst solides Ergebnis sind, welches nur schwer zu übertreffen ist.

Dann kam das Fassrollen. Hier hatten wir in Kempen noch Pech mit den Wettkampfbedingungen gehabt und Punkte verloren. Auch dieses Mal lief es schlecht an, beim ersten Versuch stürzte ich, beim zweiten Mal blieben wir hängen, erst im dritten Durchgang erzielten wir mit 18 Sekunden eine passable Zeit. Hier hatten wir übrigens unseren Ersatzmann Daniel eingewechselt, der damit bei den letzten Disziplinen 5 Disziplinen antrat und sich – wie alle anderen Athleten – äußerst wacker schlug.

Bereits in seiner zweiten Disziplin hatte Daniel dann eine echte Bewährungsprobe zu bestehen, es folgte nämlich das Steinheben! Was für Tim, Dennis, Olli und mich – alle mindestens 1,85 groß und über 100kg schwer – weniger ein Problem war, war für Daniel eine Herausforderung. Der nur 1,69m große Kämpfer musste den Stein schließlich nicht nur heben und 5 Meter tragen, sondern auch auf ein etwa 1,60m hohes Podest legen. Wie man auf dem Video sieht, schafft er es dann aber auch: 50 Punkte für unser Team!

Beim Hufeisenwerfen war dann Gefühl gefragt. Auf etwa 7 bis 8 Meter Entfernung musste ein Hufeisen an einen Stab geworfen werden. Hier wurde die Punktewertung gegenüber Kempen verändert – und das ist gut so! In Kempen war es möglich bei dieser Disziplin unverhältnismäßig viele Punkte herauszuholen. Hier wurde jetzt nur noch der beste Wurf gewertet. 10 Punkte, wenn das Hufeisen an oder um den Stab herum lag, 5 Punkte, wenn das Hufeisen in einem Kreis rund um den Stab herum (Durchmesser 1m) liegen blieb. Der beste Versuch zählt. Jeder hatte 3×3 Würfe. Dennis und ich schafften es jeweils im fünften Versuch, ein Hufeisen um den Stab zu legen, Tim, Olli und Daniel kamen jeweils auf 5 Punkte.

Letzte Einzeldisziplin war das Steinstoßen, inzwischen schon traditionell eine Stärke des Teams. Schon im ersten Versuch kamen Tim, Dennis, Olli und ich klar über die 10-Punkte-Linie, Daniel erzielte 8 Punkte. Mir gelangen wieder die weitesten Stöße der Veranstaltung und eigentlich sollten diese auch vermessen werden, ob damit der bestehende Rekord aus den Einzelwettbewerben übertroffen wurde, irgendwie kam man dann aber darüber hinweg.

Traditionell Abschluss der Wettbewerbe ist das Tauziehen. Erster Gegner war das Nachwuchsteam der Stoneheads, die Young Stones. Wir gewannen das Duell mit 2:0. Im Halbfinale trafen wir auf “Mc Bricht” und gewannen auch hier 2:0.
Juhu, Finale! Eigentlich hatten wir hier die Stoneheads erwartet, aber wer stand uns gegenüber? “to-be-stronger”. Unser “Nachwuchs” hat die Stoneheads im Halbfinale mit 2:1 bezwungen.
Das Ergebnis war dann aber doch wieder 2:0. 10 Punkte für “to-be-strong”, 5 Punkte für “to-be-stronger”.

Das Endergebnis war:

1. To-be-strong 359 Punkte
2. Stoneheads 350 Punkte
3. Gentlement’s Club 321 Punkte
4. To-be-stronger 318 Punkte
5. Younstones 316 Punkte
6. Mc Bricht
7. Xanten Highlands 180 Punkte

Wir haben es also geschafft, die amtierenden Deutschen Meister – die Stoneheads – zu schlagen. Unsere “to-be-stronger” schlugen sich wacker. Gerne würde ich auch zu diesem Team bereits mehr schreiben, leider bekam ich die versprochenen Fotos und die Auswertung noch nicht, so dass wir das noch verschieben müssen.

Das anvisierte Grillen mit den Stoneheads mussten wir dann leider ausfallen lassen, zu lang hatte sich alles aufgrund eines Regenschauers hingezogen. Wir aus Bad Nenndorf/ Barsinghausen waren auch so 17 Stunden außer Haus. Aber wie Bernd von den Stoneheads sagte: “Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!”
Wir freuen uns schon!

Highlander-Torsten
to-be-strong.de