Gestern war ein langer und harter Tag für uns 6 Highlander vom Team to-be-strong. Wir drei aus der Nähe Hannovers waren knapp 16 Stunden unterwegs, die Duisburger mussten etwas weniger fahren, waren aber sicherlich nur unwesentlich fitter am Ende des Tages.

Es ging früh los, Treffen war 6.20 bzw. 6.30 Uhr. Autobahn war frei, so dass wir eine Dreiviertelstunde vor dem eigentlichen Treffen vor Ort waren.
Die Teams wurden in die Innenstadt geführt, vom Bürgermeister begrüßt und einzeln vorgestellt. Anschließend ging es auf die Wiese, auf der der Wettkampf stattfand. Begleitet wurde das ganze typisch schottisch durch Dudelsackmusik.

Wir begannen unseren Wettkampf mit Fassrollen, einer Disziplin, welche man ohne entsprechenden Fass nur schwer trainieren kann. Ein gefülltes Wasserfass musste dreimal um einen Kreisparcour gerollt werden, wobei immer 2 Mann in Action waren. Wir haben zweimal gerollt und uns beim zweiten Mal in der Zeit verbessert (von 31,4 auf 26,1 Sekunden), mussten das aber mit einer Wunde an Ole’s Hand bezahlen.
Pech hatten wir auch, da das Fass leckte und im Laufe der Veranstaltung immer leichter wurde.

Weiter ging es zum Steinheben. Steine von 60 bzw. 80kg waren anzuheben, über eine Distanz von 5m zu tragen und auf einen 1,50m hohen Podest zu heben. Maximale Punktzahl für unser Team, alle 5 begannen gleich mit dem 80kg-Stein und hoben diesen ohne jegliche Probleme. Schade für uns, dass es keine schwereren Steine gab, in dieser Disziplin hätten wir noch mehr herausholen können, insbesondere unser Steinhebeexperte Tim, der im Wettkampf (Strongman) bereits 120kg gehoben hat!

Dritte Disziplin war das Steinstoßen. Ein 16-Pfund-Stein musste aus dem Stand gestoßen werden . Hier spielten wir unsere Stärke aus. Diese Disziplin konnte man gut trainieren und das haben wir wahrlich auch gemacht! Mit Ole und Olli haben wir live trainiert, die Duisburger Truppe mit Tim, Dennis und Daniel hat Videos beim Training angefertigt und diese dann per ICQ-Konferenz diskutiert. Viel Einsatz, großer Erfolg:
Tim und ich erzielten die maximale Punktzahl (die es für etwa 10 Meter gab), Dennis und Olli erzielten 8 (wobei es bei Olli nicht viel war was fehlte und Dennis sogar nur wenige cm), Ole erzielte 6 Punkte.
Schade auch hier wieder, dass es keine weitere Steigerungsmöglichkeit gab. So haben mir die mit Abstand weitesten Stöße des Tages leider auch nicht mehr als 10 Punkte gebracht.

Darauf folgend kam der Gewichtsweitwurf mit einem 12,7kg-Gewicht. Wir Jungs aus Niedersachsen hatten diesen mit einer 10kg-Hantelscheibe mit Griff trainiert… was sich leider als nicht sehr techniknah erwies, da man das Gewicht, welches mit Hilfe einer kurzen Kette an einem Eisengriff befestigt war, kaum so werfen konnte wie die Hantelscheibe. Trotzdem, auch hier wieder gute Ergebnisse: 10 Punkte für Dennis und mich, 8 für Olli und Tim, 6 für Ole.

Es folgt eine für die Zuschauer sehr spaßig anzuschauende Disziplin: Baumstammslalom.
Das Team schulterte einen nicht gerade leichten Baumstamm und rannte damit durch einen Slalomparcours. Problem dabei die eng gesteckten Tore, welche es zu durchlaufen gab. Wir lernten aus den Fehlern des ersten Durchganges und versuchten es ein zweites Mal, um uns dabei von 1min 28 Sekunden auf 1min 21 Sekunden zu verbessern. Auch das war aber leider nicht optimal, da sich unser Führungsmann zweimal leicht verlief, hehe.
Dies ist eine Disziplin, die man ausgiebiger trainieren müsste.

Es folgte eine kurze Pause, in der wir uns aber auch schon auf die nächste Disziplin vorbereiteten: Strohsackhochwurf mit einer Forke.
Tim und ich erreichten die Maximalpunktzahl (10), Daniel – wir nutzen die Chance, unseren Ersatzmann wegen Verletzung einzuwechseln) – und Dennis kamen auf 8 Punkte, Olli soweit ich mich erinnere auch.

Nun kam etwas, was harmlos klingt, aber eine Höllenqual war – vergleichbar mit dem 400m-Lauf im Zehnkampf: Ziehen zweier Baumstämme, wobei jede halbe Runde einen Punkt brachte, Dauer 1 Minute. Dennis begann und schaffte 7 Runden. Er hätte wohl 7 1/2 geschafft, allerdings wussten wir da noch nicht, dass auch halbe Runden gewertet werden würden. Tim und ich schafften eben diese 7,5 Runden. Völlig überraschend kam unser Teamschwergewicht Olli (117kg) ebenfalls auf 7 ganze Runde. Stramme Leistung!
Daniel erreichte 6 Runden und verausgabte sich dabei völlig. Riesig gekämpft das ganze Team!

Nun kam der Gewichtshochwurf. Hier wurde ein 12,7kg-Gewicht auf Höhe geworfen. Eine Übung, welche speziell ich mir leichter vorgestellt hatte. Das Gewicht flog zwar hoch genug, aber leider nicht über die Latte wie es sollte, so dass ich hier enttäuschende 6 Punkte nur erlang. Auch die anderen hatten Probleme mit dieser ungewohnten Übung, ich glaube allerdings, dass zumindest der eine oder andere 8 Punkte erreichte.

Jetzt war Gefühl gefragt. Zielwerfen mit Hufeisen. Diese sollten an einen Eisenstab bzw zumindest in einen darum gezogenen Kreis geworfen werden. Insgesamt ein ordentliches Ergebnis für uns. Olli, Dennis und Tim kamen auf 10 Punkte, Daniel und ich auf 15. Hier haben sich unsere Hobbies Billiard (betreibt Daniel wettkampfmäßig) und Minigolf (ich) ausgezahlt, hehe. War aber auch viel Glück dabei. Dies ist jedoch eine Disziplin, welche man gut trainieren kann und das wird auch gemacht werden. Nachher gleich mal bei ebay nach Hufeisen schauen!

Eine Einzeldisziplin stand noch aus, der Baumstammüberschlag. Ein Baumstamm musste zum Überschlag gebracht werden, dieser sollte danach möglichst auf 12 Uhr liegen bleiben. Es gab ein starkes Mannschaftsergebnis: Volle 10 Punkte für Olli, Tim, Dennis und mich, 6 Punkte für Daniel.

Nach einer längeren Pause stand die elfte und letzte Disziplin an: Tauziehen. Es wurde im Turniersystem angetreten, der Sieger kam jeweils weiter. Es galt das Prinzip “best of three”. Leider war es hier so, dass meistens die Teams auf einer Seite gewannen (es ging leicht bergab für diese). Wir trafen sofort zu Beginn auf die Tauziehsieger des letzten Jahres.
Im ersten Versuch (wir standen auf der ungünstigeren Seite) verloren wir nach langem Kampf. Nach Seitenwechsel zogen wir das gegnerische Team recht locker weg, mussten dann aber wieder auf die schlechtere Seite. Da war dann leider nichts mehr auszurichten.
Für uns war in dieser Disziplin leider einiges an Pech dabei, aber wir sind uns auch klar gewesen, dass wir einfach noch etwas stärker hätten sein müssen, um dieses Event zu unserem persönlichen Highlight werden zu lassen!

Am Ende stand für uns der sechste Platz in der Ergebnisliste, superknapp hinter den Fünftplatzierten. Ein genauer geworfenes Hufeisen, bessere Orientierung beim Baumstammslalom, ein geschickterer Gewichtshochwurf von mir… das hätte gereicht.
Trotzdem sind wir alle sechs super zufrieden. Das war eine geile Veranstaltung, wir haben uns super geschlagen und sind stolz auf unsere Leistung. Nächstes Jahr werden wir wieder mit dabei sein… besser vorbereitet und mit Ambitionen auf einen Platz unter den besten 3!
Da sich in der Zwischenzeit einige weitere Interessenten gemeldet haben, könnte es sein, dass wir sogar mit 2 Teams antreten werden… mit 2 STARKEN Teams wohlgemerkt.

Wer Interesse hat dran teilzunehmen, bitte melden!

Wir sechs bedanken uns bei den Organisatoren der “Highlander vom Niederrhein” um Vereinsboss Manfred Mühlenhaus, insbesondere auch beim Sprecher Jürgen Stickelbrock. Außerdem bei unseren zahlreichen mitgereisten Fans, die auch dafür gesorgt haben, dass dieser Tag ein Erlebnis für uns wird!
Klasse fanden wir auch die vielen positiven Kommentare alteingesessener Highlander, die von unserer Leistung begeistert waren, uns dies auch gesagt haben und uns auch mit Tips weiterhalfen!
Danke auch ans WDR, welches uns im Abendprogramm gezeigt hat… inclusive eines Posings von Dennis, hehe.
Ich persönlich bedanke mich bei Papa Ratka für die Bratwurst.

Team to-be-strong am 5.5.2007 in Kempen bestand aus:

Tim Heitkötter
Dennis Heitkötter
Ole Marhencke
Oliver “Olli” Kruse
Daniel Ratka
Torsten Hülsemann

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Video folgt später im Laufe des Tages!