Nachdem im ersten Teil dieser Serie bereits grob beschrieben wurde, worum es geht, soll hier unser “Probant” Dirk etwas näher vorgestellt werden. Am besten übernimmt er das selbst:

„Los weiter, einen schaffst du noch! …. Sauber! Wenn du so weitermachst, bist du bald bei 200.“
Dieser Satz war es, der in mir vor etlichen Jahren das Ziel setzte, einmal in meinem Leben 200 kg im Bankdrücken zu schaffen. Ganz sauber, ohne Steroide. Wer ich bin? Nun, ich stelle mich erst einmal vor:

Name: Dirk Bernau
Alter: 35
Gewicht: 110 kg
Kraftsport seit: 1993
Andere Sportarten: 1991-2001, 2007-heute: American Football, lange Zeit in der ersten Bundesliga gespielt, mehrere Playoffteilnahmen zur deutschen Meisterschaft bestritten, jetzt wieder angefangen in der 2. Mannschaft.
Ziele im Kraftsport: 200 kg Bankdrücken
Lieblingssupplemente: bisher nur Kreatin, Protein und leckere Eiweißriegel
Bestleistung Bankdrücken: 190kg vor einigen Jahren, derzeit 160kg
Weitere Hobbys: Pokern, Skat, Doppelkopf, Kino, Pen and Paper sowie online Rollenspiele

Eigentlich hatte ich mit dem Kraftsport angefangen, um ein besserer Footballspieler zu werden. Unser damaliger Trainer sagte zu mir: „Dirk, wenn du noch 5 kg Muskelmasse zulegen könntest, dann würdest du ein richtig guter Zweitligaspieler werden.“ Das war in meinem dritten Jahr als Footballspieler und wir waren gerade in die zweite Liga aufgestiegen. Somit war für mich klar: Ich melde mich in einem Fitneßcenter an.
Das erste Jahr habe ich mit einem Freund, Stefan, zusammen trainiert, auch er hatte Football gespielt. Doch dem Training fehlte der nötige Biss. Wir haben über alles mögliche zwischendurch geredet, uns kaum gegenseitig gefordert, es plätscherte alles nur so vor sich hin. Trotzdem gab es natürlich Fortschritte, bei mir viel mehr als bei meinem Kumpel, aber wirklich Spaß hat das damals nicht gemacht.
Gleichzeitig mit uns trainierten auch immer zwei andere Spieler aus unserer Mannschaft in diesem Fitneßcenter: Andre und Sönke.
Bei denen sah das ganz anders aus. Es war laut, es war intensiv, es wurde sich gegenseitig angefeuert. Ich merkte schnell: Sowas will ich auch. Mit meinem Kumpel ging das allerdings nicht, der war dafür viel zu reserviert. Ihn einfach sitzen lassen wollte ich natürlich auch nicht, war ja .. und ist immer noch .. mein Kumpel.
Doch das Schicksal half nach. Stefan verletzte sich unglücklicherweise, riss sich ein paar Bänder am Fußgelenk, Sönke zog es nach Düsseldorf. Also beschlossen Andre und ich, von da an zusammen zu trainieren.
Da begann die für mich schönste Zeit in diesem Sport. Andre lag damals bei 80 kg im Bankdrücken, ich bei 60 kg, aber durch das neue Training wurde ich so rasend schnell besser in allen Bereichen, dass ich nach kurzer Zeit, also etwa einem halben Jahr, bei 100 kg angekommen war und Andre sich auf 90 kg verbessert hatte. Aus dieser Zeit stammte dann auch das Zitat, mit dem ich diesen Text eingeleitet habe. Und der Traum von den 200kg im Bankdrücken.

ET
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